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Bestattung, jüdisch







Jüdische Trauer- und Bestattungsriten sind von zwei grundsätzlichen Überlegungen gekennzeichnet. Einerseits betrifft dies die Achtung vor dem Verstorbenen, weshalb Einbalsamierung, Verbrennung oder Autopsien größtenteils abgelehnt wird.
Andererseits ist der Respekt gegenüber den Hinterbliebenen wichtig. Ihr Recht auf Trauer und ihre Gefühle müssen geachtet werden und die Gemeinschaft kümmert sich um den Trost für die Angehörigen.

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Bilder

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Grabstein mit hebräischer Inschrift

Hebräisch wird von rechts nach links gelesen. Die Angaben des Geburts- und Sterbedatums folgt dem jüdischen Kalender.

פ''נ

"hier liegt begraben" bzw. "hier liegt verborgen (po nikbar / po nitman).

החכס ר' םשה מדעסא

"Der Gelehrte Rabbi Mose aus Dessau"

נולד י״ב אלול

"geboren am 12. Elul" = 6. September

התפ״ט

"9 80 400 5" 5489 = 1729 n. Chr.

נפטר ביום ד׳ ה׳ שבט

"Er ist heimgegangen am 4. Tag den 5. Schwat"

ונקבר למחרתו ביום ה׳ ו׳ בו

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Erinnerung

Als eine symbolische Geste hinterlassen Besucher oft Steine auf den Grabsteinen. Es soll verdeutlichen, dass die Toten nicht vergessen sind.
Der Ursprung dieses Brauches liegt vermutlich in der Frühzeit Israels. So stellten die Steine auf den Gräbern einen gewissen Schutz für den Leichnam dar, desweiteren wurde damit ein Grab überhaupt erst kenntlich, so dass die nötigen Reinheitsvorschriften eingehalten werden konnten.

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Symbole

Es gibt einige traditionelle Symbole auf jüdischen Grabsteinen.

Dazu gehören die segnenden Hände, die das Grab eines Kohen kennzeichnen. Die Kohanim sind eine Untergruppe des Priesterstammes Levi. Sie berufen sich auf die Nachkommenschaft Aarons, des ersten Hohepriesters.

Die Kanne symbolisiert Angehörige des Stammes Levi, die den Tempeldienst versahen und zu deren Aufgaben die rituelle Waschung gehörte.

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Orte

Alter jüdischer Friedhof

Alter Jüdischer Friedhof

Der Alte Jüdische Friedhof in der Hamburger Straße war der älteste jüdische Friedhof Berlins. Bis 1827 der neue Friedhof in der Schönhauser Allee eingeweiht wurde, wurden hier etwa 7.000 bis 12.000 Verstorbene beerdigt. Während des Nationalsozialismus wurde der Friedhof geschändet und in einen Park umgewandelt. Heute ist die Anlage ein Denkmal und grenzt an die Gedenkstätte Große Hamburger Straße für die jüdischen Opfer des Faschismus.

Lexikonartikel: 'Bestattung, jüdisch'

Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee

Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee

Auf dem fünf Hektar große jüdische Friedhof an der Schönhauser Allee nahe Sehnefelder Platz befinden sich etwa 22 000 Grabstätten. Hauptsächlich wurde der Friedhof in der Mitte des 19. Jahrhunderts benutzt und spiegelt das jüdische Leben zu dieser Zeit in Berlin wider. Ein Lapidarium ('Stein'-Sammlung) gibt einen informativen Einblick in die jüdische Bestattungskultur durch die Jahrhunderte.

Lexikonartikel: Bestattung, jüdisch

Jüdischer Friedhof Weißensee

Jüdischer Friedhof Weißensee

Der jüdische Friedhof Weissensee ist mit 115.000 Grabstellen der größte jüdische Friedhof Europas. Das 42 Hektar große Gelände ist mit Alleen durchzogen und weist kulturhistorische bedeutende Grabmäler, Grüfte und Mausoleen auf. Seit 1880 wird der Friedhof genutzt und zahlreiche jüdische Persönlichkeiten sind hier bestattet. Ebenso jüdische Soldaten aus dem 1. Weltkrieg, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Asche von ermordeten Menschen aus Konzentrationslagern.

Zitadelle Spandau

Zitadelle Spandau

Die Zitadelle Spandau ist ein Beispiel frühitalienischer Festungsbaukunst. Im zeughaus ist heute das Stadtgeschichtliche Museum Spandau untergebracht, das neben einer Dauerausstellung in wechselnden Ausstellungen verschiedene Themen der Stadtgeschichte darstellt. Von besonderer Bedeutung sind die jüdischen Grabsteine, die in den 50er Jahren bei Restaurierungsarbeiten entdeckt wurden. Sie sind die ältesten Grabsteine in der ganzen Region.

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