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St.-Marien-Liebfrauen-Kirche (kath.)
Bild druckenFoto: Sascha Gebauer

St.-Marien-Liebfrauen-Kirche (kath.)

Wrangelstr. 50
10997 Berlin - Kreuzberg
www.marien-liebfrauen.de
Katholische Kirchengemeinde Sankt Marien-Liebfrauen
030 - 61 12 93 - 20
marien-liebfrauen@gmx.de

Die St.-Marien-Liebfrauen-Gemeinde wurde 1895 als Tochtergemeinde von St.-Michael-Gemeinde gegründet. Der Bau einer neuromantischen Kirche begann 1904 in der Wrangelstraße inmitten von Mietskasernen. 1993 wurde das Gebäude umfassend renoviert und mit zeitgenössischen Kunstwerken ausgestattet. Der nach dem Mauerbau abgetrennte Kreuzberger Teil der Michael-Gemeinde fusionierte 2000 mit der St.-Marien-Liebfrauen-Gemeinde.
Schon bei der Gründung war der Stadtteil ein sozialer Brennpunkt und nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte die Gemeinde ihre Arbeit mit den Schwachen in der Gesellschaft und mit Zuwanderern.

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Bilder

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Beichtstuhl

Ein Beichtstuhl gehört zur katholischen Kirche und ist ein Ort, an dem Gläubige dem Priester ihre Schuld beichten können. Das Beichtgeheimnis darf unter keinen Umständen gebrochen werden.

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Weihwasserbecken

Ein Weihwasserbecken befindet sich noch heute in jeder katholischen Kirche. Auch Kirchen, die vor der Reformation erbaut wurden, haben häufig noch Weihwasserbecken. Das Weihwasser ist ein Segenszeichen und erinnert an die Taufe.

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Kirchenraum

Die große Basilika besitzt ein breites Mittelschiff und zwei Seitenschiffe. Ein tonnengewölbe, große Vierungskuppel und halbrunde Apsis mit Säulenumgang und anspruchsvoller neuromanischer Kapitellplastik.

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Ein Kreuzweg von Rudolf Heltzel

Der Weg führt vom südlichen Querhaus über die Seitenschiffe zum nördlichen Querhaus und der Grabkapelle. Er erinnert an die vierzehn Kreuzwegstationen Jesu. Der Künstler hat die Darstellungen bewusst einfach und schlicht gehalten.

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Heiliger Antonius von Padua

Der Franziskanermönch setzte sich besonders für die Armen ein. Das Antoniusbrot ist noch heute der Name für einen Spendenaufruf.

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Altar und Ambo

1982 wurde der von Paul Brandenburg gefertigte Altar und der Ambo (Lesepult) in der Kirche aufgestellt. Beide zeigen stilisierte Flammen als Erinnerung an das Pfingstereignis (Apostelgeschichte 2).

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Emmausmahl - Pieta - Auferstehung

Das von Ute Weiss Leder geschaffene Triptychon zeigt in der Mitte die Emmausszene (Lukas 24) mit Christus, der das Brot bricht. Die Konturen setzen sich bei den seitlichen Gemälden fort. Es entsteht eine Pieta-Darstellung, bei der Maria jetzt die zentrale Position übernimmt und Christus links in Totenstarre und rechts in Leinentücher dargestellt wird. Das rechte Bild erscheint in einer Dynamik und Christus scheint sich von den Leichentüchern zu befreien. Dadurch wird die Auferstehung angekündigt.

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Altar

Das Holz stammt aus Abrisshäuser in Kreuzberg und Treptow. Später wurden Inschriften aus Texten von Mutter Teresa und Chiara Lubich angebracht.

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Wie im Himmel so auf Erden

Teil der Bildserie von Björn Hauschild zum Katholikentag 1990.

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Hochaltar

Der Altar von Theophile Klem wurde von Edmund Brockmann durch 4 Heiligenfiguren (oben) ergänzt. Neben dem Altarkruzifix stehen zwei Engel mit Weihrauch. Links ist das Passa-Mahl dargestellt und rechts Abraham (Schwert), Melchisedek (Brot und Wein) und Abel (Lamm). Im Giebel ist die Herz-Jesu-Figur dargestellt.

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Luisito Torres

In den Kuppelfenstern sind 1992 Bilder moderner Märtyrer dargestellt. Hier der Straßenjunge Luisito Torres, Mitglied in der Pfarrei des Pater Afonso Navarro Oviedo in San Salvador. Er wurde zusammen mit dem Pater bei einem Überfall auf das Pfarrhaus 1977 ermordet. Unter ihm stehen weitere Straßenkinder. Seine Preisung lautet: Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden.

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Aufstieg und Fall der Putti

Das Gemälde von Rolf Walter umschreibt mit seinen kleinen Wesen die menschliche Suche nach dem Licht. In verschiedenen Gruppen wirbeln die Putti und suchen nach Halt.

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Ecclesia

In Sandstein gehauen Reliefs von Ecclesia und Synagoge flankieren nach mittelalterlichen Vorbildern das Eingangsportal der neoromanischen Kirche St.-Marien-Liebfrauen.

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Synagoga

Erst beim II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) erkannte die katholische Kirche offiziell das Judentum und ihre Verbundenheit mit dem jüdischen Volk an und kehrte sich so von der Judenfeindschaft ab. Angesichts der jüdischen Leidensgeschichte in den Ländern des Christentums und insbesondere in Deutschland, dem Land des Holocaust, erkennen wir heute schmerzlich den letzten tödlichen Beitrag unserer Sprach- und Bildsymbolik. Wir sehen in diesen Darstellungen einer sich triumphalistisch gebenden und nach Macht strebenden Kirche Dokumente unserer eigenen Blindheit und unseres Versagens.

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Orte

Sankt-Michaels-Kirche

Sankt-Michaels-Kirche (kath.) 1851-1945

Die Sankt-Michaels-Kirche ist eine der ältesten katholischen Kirchen Berlins. Ab 1851 in der Schinkel-Schule erbaut, wurde sie während des 2. Weltkriegs erheblich beschädigt. Teile der Kirche wurden als moderner Kirchenraum für Gottesdienste restauriert. Die Gemeinde gehört aber zur Domgemeinde St. Hedwig. Die wechselhafte Geschichte der Kirche und der Gemeinde ist ein eindrucksvolles Zeugnis der bewegten Stadtgeschichte Berlins.

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